Sicher durch den Herbst

Corona: aktuelle Empfehlungen für Gemeinden

Lockerungsübungen für Kirche in Corona-Zeiten - ins Bild gesetzt vom fastfood theater und der Gemeindeakademie Rummelsberg.

Corona-Virus

Zur Besonnenheit, aber auch zur Vorsicht mahnt der Landeskirchenrat Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen angesichts der Infektionsgefahr durch das Coronavirus.

Bild: pixabay

Was ergibt sich aus den Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung für das kirchliche Leben in Gemeinden und Einrichtungen? Die aktuellen Empfehlungen der Kirchenleitung auf einen Blick.

Die folgenden Regelungen und Empfehlungen für die kirchliche Arbeit basieren auf staatlichen Vorgaben bzw. Absprachen der ELKB mit der Bayerischen Staatsregierung. Grundlegend ist weiterhin das für alle Räume und Veranstaltungen vom jeweils zuständigen Leitungsgremium (Kirchenvorstand, Dekanatsausschuss …) beschlossene Infektionsschutzkonzept. Dieses Gesundheitsschutz- und Hygienekonzept, ggf. einschließlich eines Konzepts für den Außenbereich des Veranstaltungsortes, ist schriftlich zu dokumentieren und ggf. neuen Gegebenheiten anzupassen. Es muss in Papierform ausgedruckt vorliegen und zur Planung von Veranstaltungen bzw. bei der Nutzung der Räume zur Verfügung stehen. Auf Verlangen ist es der der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde oder einer sonstigen Sicherheitsbehörde vorzulegen. Zur Vereinfachung kann der KV ein Schutzkonzept für die Gebäude sowie ein Rahmenkonzept für Gruppen und Veranstaltungen beschließen, das von den Gruppen jeweils adaptiert und dem Pfarramt zur Kenntnis gegeben wird.

Das vom Landeskirchenamt erstellte Schutzkonzept für Gemeindehäuser und Veranstaltungen (unter „erarbeitete Schutzkonzepte/Handlungshilfen“) kann als Anregung für örtliche Schutzkonzepte dienlich sein.

Informationen, insbesondere auch zu Schutzkonzepten bei der Überlassung/Vermietung an außerkirchliche Nutzer, enthält das Dekanatsrundschreiben „Hinweise zu KV-Sitzungen und Erstellung von Hygieneschutzkonzepten“ im Intranet.

Im Einzelnen gibt der Landeskirchenrat folgende weitere Empfehlungen (Stand: 19.10.2020)

 

Neu:

Gottesdienste, Andachten, Kasualien

Mund-Nase-Bedeckung (MNB), solange sich die Menschen nicht am Platz befinden. Ausnahme: Wem aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen das Tragen einer MNB nicht möglich oder zumutbar ist, ist von der Trageverpflichtung befreit.

Besteht im Ort ein hohes Infektionsgeschehen, so empfehlen wir, die MNB während des ganzen Gottesdienstes zu tragen.

Jeder Körperkontakt ist zu vermeiden.

Mindestabstand 1,5 m, auch beim Betreten und Verlassen der Kirche. Enge Emporen bzw. Emporen mit engen Aufgängen werden nicht genutzt.

Markierte Sitzplätze ergeben die Höchstzahl der Teilnehmenden. Ausnahme: Ausgenommen vom Mindestabstand sind Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister. Angehörige eines weiteren Hausstands können vom Mindestabstand ausgenommen werden. Wenn Plätze für das Nebeneinandersitzen ausgewiesen sind, kann sich die Gesamtbesucherzahl erhöhen gegenüber einer Berechnung nur nach Einzelplätzen.

Gesangbücher werden nur aufgelegt, wenn sichergestellt ist, dass sie nach der Benutzung 72 Stunden nicht zugänglich sind.

Gottesdienstdauer unter einer Stunde ist nicht mehr verpflichtend, aber weiterhin sinnvoll.

Liturgisches Sprechen und Predigen ohne MNB mit Mindestabstand 2 m (wo lautes Sprechen ohne Mikrofon nötig ist, weiterhin 4 m). Gemeindegesang: bei 1,5 m mit MNB, ab 2 Meter Mindestabstand ohne MNB.

Abendmahl nur in Form der Wandelkommunion mit Mindestabstand 1,5 m. Liturg/in teilt mit MNS aus, sodass die Spendeformel bei Austeilung gesprochen werden kann. Obligatorisch: Unmittelbar vor dem Gottesdienst Hände mit Seife waschen, unmittelbar vor der Austeilung gründliche Desinfektion der Hände.

Während der Abendmahlsliturgie sind die Gaben zugedeckt.

Abendmahl ist weiterhin in einer Gestalt gut durchführbar. Die Hostien werden ohne Berührung der empfangenden Person in die Hand gelegt und erst am jeweiligen Sitzplatz gegessen. Mundkommunion ist ausgeschlossen. Sollten die beiden Finger, mit denen die Hostien gegriffen werden, einen anderen Menschen berühren, so werden die Hände erneut desinfiziert. Austeilen der Hostien ggf. auch mit Zange.

Wein kann nur in Einzelkelchen ausgeteilt werden, die von den Teilnehmenden selbst genommen und am jeweiligen Sitzplatz getrunken werden. Auch ist es möglich, dass Austeilende die Brothostien in einen Kelch mit wenig Wein leicht tauchen, die Hostie am Kelchrand abtupfen und dann in die Hand der empfangenden Person legen.

Gottesdienste im Freien: Abstand von 1,5 m. Eine Obergrenze von 200 Teilnehmenden besteht nicht mehr. Über 200 Personen ist MNB Pflicht.

Schulgottesdienste: Schulgottesdienste sind unter Beachtung des schulischen Hygienekonzepts zulässig; soweit sie in Räumen einer Kirche oder Religionsgemeinschaft stattfinden, ist das entsprechende Hygienekonzept der Kirche zu beachten.

Der KV kann beschließen, dass Schülergruppen, die nach dem Hygienekonzept der jeweiligen Schule im Klassenraum ohne Mindestabstand zusammen sitzen, auch im Gottesdienst gruppenweise zusammensitzen können. Auf ausreichenden Abstand zwischen den Gruppen sowie zu weiteren Gottesdienstbesuchern ist zu achten.Das Tragen der MNB ist in allen Gottesdiensten aller Schulformen (auch Grundschulen) für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die gesamte Dauer des Gottesdienstes verpflichtend. Solange der Abstand zwischen liturgisch Handelnden und Gemeinde mindestens vier Meter beträgt, ist das Tragen der MNB für die liturgisch Handelnden im Gottesdienst nicht erforderlich.

Gottesdienste für KiTas und Horte werden analog zu Schulgottesdiensten gehalten: In den Räumen der Einrichtung folgen sie dem Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung, in den Räumen der Kirchengemeinde dem der Kirchengemeinde. Der KV kann beschließen, dass auch bei Gottesdiensten in Gemeinderäumen oder in der Kirche das (unter Beachtung der örtlichen Fallzahlen) jeweils aktuell gültige Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtung über-nommen wird. Dabei ist sicherzustellen, dass der Gottesdienst nicht öffentlich ist. Abstandre-geln und Vorgaben zum Tragen einer Mund- Nase- Bedeckung von Kindern, Personal und weiteren Personen richten sich dann nach dem Hygienekonzept der Einrichtung.

Trauungen/Taufen/Konfirmationen/Beerdigungen:

Wegen der landesweit steigenden Infektionszahlen werden die Regelungen für geschlossene Gesellschaften ausgesetzt. Bei der Festlegung der Platzzahl im Kirchenraum kann weiterhin eingeplant werden, dass Angehörige des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartner, Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands zusammen sitzen können.

Für Aussegnungen gilt die Regelung für private Zusammenkünfte zuhause, nach der sich die Höchstzahl der Teilnehmenden aus der Einhaltung der Abstandsregeln ergibt. Bei Bestattungen ist der jeweilige Friedhofsträger für die Einhaltung des Infektionsschutzes verantwortlich. Sowohl der Verband der Bestatter als auch Abteilung E im Landeskirchenrat raten jedoch allen Bestattern, dafür Sorge zu tragen, dass das Schutzkonzept auf dem Friedhof eingehalten wird. Ein Bestatter, der diese Verantwortung nicht übernehmen will, kann nicht auf dem Friedhof geduldet werden. Der Verband der Bestatter weist seine Mitglieder darauf hin, dass auf Friedhöfen ohne Benutzungszwang eventuelle coronabedingte Mehrkosten den Angehörigen, die den Bestatter beauftragen, in Rechnung gestellt werden können. Im Schutzkonzept des Trägers sollte ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass für die Abstandsregelung und die MNB jeder einzelne selbst die primäre Verantwortung trägt.

Gottesdienste am Heiligen Abend:

Die Obergrenze von 200 Personen für Gottesdienste im Freien ist laut Verordnung zur Änderung der 7. BaylfSMV vom 16. Oktober weggefallen. Es besteht die Pflicht zum MNS.

Das Gottesdienstinstitut hat eine Ideensammlung für Weihnachten erstellt und bietet Beratung an. Für Ideen zu den Weihnachtsgottesdiensten s. auch im Intranet. Kirchengemeinden, die für die Weihnachtsgottesdienste ein digitales Reservierungssystem verwenden möchten, könnern auf die Dienste der Vernetzten Kirche oder auf kommerzielle Anbieter (Anleitungen dazu im Intranet) zurückgreifen.

Kollekte nur am Ausgang, auch für verschiedene Zwecke parallel möglich, vgl. Dekanatsrundschreiben im Intranet. Neu etabliert: Sammeln von Online-Spenden und -Kollekten über die Internetseite, vgl. Dekanatsrundschreiben vom 6.4.2020 im Intranet. 

Neu ist die zentrale Plattform geschaffen, über welche landeskirchliche Kollekten digital eingelegt werden können. Unter https://www.sonntagskollekte.de sind neben Kollekteninformationen zu jedem Sonntag auch direkte Spendenmöglichkeiten per Mausklick eingebettet. Einzelne Verlinkung der Sonntagskollekten ist möglich.

Nachdem sich die Rahmenbedingungen für Gottesdienste und auch die Situation in den Schulen und Kindergärten in den vergangenen Wochen schrittweise verändert haben, ermutigen wir dazu, wieder zu Gottesdiensten mit Kindern und ihren Familien einzuladen. Bitte beachten Sie das Rahmen-Hygieneschutzkonzept für Kindergottesdienste.

Mehr zum Thema

Heizen und Lüften

Regelmäßiges, kurzes Stoßlüften kann die Aerosolbelastung der Luft reduzieren und wird für Arbeitsräume nachdrücklich empfohlen.

Eine fachliche Stellungnahme im Auftrag mehrerer Bistümer und Landeskirchen empfiehlt, die Heizungen in Kirchenräumen so einzustellen, dass Luftverwirbelungen vermieden und die Feuchtigkeit bei 50 bis 60 % gehalten wird. Bitte beachten Sie die zusammengefassten Handlungsempfehlungen der Bauabteilung sowie die knappe Empfehlung des Erzbistums Bamberg, die wir uns für die ELKB zu eigen gemacht haben.

Vorgehen bei Erkältungssymptomen

Für Dienst in der Schule gelten die staatlichen Regelungen. Dienst außerhalb der Schule wird verantwortlich nach Schwere der Symptome und möglichen Personenkontakten während des Dienstgeschäfts wahrgenommen.

Präsenz online

Bitte halten Sie Internetauftritt und Evangelische Termine aktuell, damit Angebote auch bei kurzfristigen Änderungen gut gefunden werden.In Rundfunk, Fernsehen und Internet gibt es ein vielfältiges Angebot. Sehr hilfreich ist auch „Kirche von zuhause“.

Für digitale Angebote und das Streamen von Gottesdiensten empfehlen wir auch weiterhin, gute Angebote fortzuführen und dafür Ressourcen einzuplanen (bitte Urheberrechte beachten).

Die EKD hat mit der VG Musikedition erfreulicherweise eine Fortsetzung des in der Zeit von Corona vereinbarten Formates vereinbart, wobei die 72h-Regelung nicht mehr Gegenstand der Vereinbarung ist. Die Fortsetzung gilt zunächst bis zum 31.12.2022. D.h. es ist erstmal bis zum 31.12.2022 rechtmäßig möglich, wie bisher zu verfahren.

Wie schon bisher ist es nicht zulässig, Noten und Liedtexte zum Download bereitzustellen. Der Vertrag wird in Kürze durch die EKD online gestellt und gilt auch für andere Veranstaltun-gen, auf die sonst der Gesamtvertrag mit der VG Musikedition Anwendung findet (nicht für Chorproben).

Bezüglich der GEMA und der Frage der Nutzung von Musikwerken (GEMA-Repertoire) im Internet gibt es keine neuen/weiteren Vereinbarungen.

Wir raten daher für die Zeit ab September von dem Einstellen von Gottesdiensten mit Musik auf gemeindeeigenen Homepages ab und empfehlen, diese nur über die YouTube-Plattform einzustellen.

Kirchenmusik

Für Chöre 2 m Mindestabstand beim Singen bzw. Musizieren, ausreichendes Lüften. Blechbläser*innen fangen das Kondensat aus dem Instrument in Einwegtüchern auf und entsorgen diese in geschlossenen Behältern.

Bei Konzerten im Kirchenraum gilt eine Höchstbesucherzahl von 100 (bei zugewiesenen und gekennzeichneten Plätzen: 200) Personen – auch wenn das Schutzkonzept für den konkreten Kirchenraum eine höhere Besucherzahl ermöglichen würde. Sieht das Schutzkonzept für den Raum eine niedrigere Besucherzahl vor, so gilt diese. Im Freien sind 200 (bei zugewiesenen und gekennzeichneten Plätzen: 400) Personen erlaubt. Die Höchstzahl der Mitwirkenden ergibt sich aus den Möglichkeiten des Raumes bei Einhaltung der Abstände. Besucher*innen können MNB am Platz abnehmen. 

Wird bei der sogenannten 7-Tages-Inzidenz der Grenzwert von 35 überschritten, besteht bei kulturellen Veranstaltungen Maskenpflicht auch am Platz (§ 25a der 7. BayIfSMV).

Soforthilfe Corona für Menschen in Notlagen – in Bayern und in den Partnerkirchen weltweit

Das DW-Bayern und Mission EineWelt erbitten Spenden. Die Verdopplung der Spenden aus landeskirchlichen Mitteln wurde zum 1. August eingestellt.

Diakonisches Werk Bayern:
DE20 5206 0410 0005 2222 22
Stichwort: Soforthilfe Corona

Weitere Informationen

Mission EineWelt:
DE56520604100101011111;
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Corona-Hilfsfonds 1410160

Weitere Informationen

Krankenabendmahl, Begleitung Sterbender, Hausbesuche

Krankenabendmahl bei Beachtung der Schutzmaßnahmen. Seelsorgebesuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen etc. sind bei Beachtung des Hygienekonzepts der Einrichtung möglich. Hausbesuche, z.B. zum Geburtstag, sind mit Voranfrage möglich.

Kindertagesstätten und Schulen

Für die Kindertagesstätten und Schulen gelten die staatlichen Regelungen.

Vgl. für den Bereich der KITAs die Seiten des Staatsministeriums und des Evangelischen KITA-Verbands Bayern und für den Bereich der Schulen (Lehrkräfte / Religionsunterricht).

Die Schulreferent/innen der Dekanatsbezirke werden vom Landeskirchenamt regelmäßig über neue Entwicklungen informiert. Vorschläge für den Religionsunterricht digital und in der Phase des Wiederbeginns finden sich auf den Seiten des Religionspädagogischen Zentrums.

Das Kultusministerium hat die Schulen im Juli wie folgt informiert:

  • Der Religionsunterricht ist auch in Zeiten von Corona aufgrund des Verfassungsgebotes als konfessioneller Unterricht durchzuführen und darf nicht zu einem allgemein wertekundlichen Unterricht modifiziert werden.
  • Die Fachabteilung ist – im Blick auf die pandemiebedingten sehr individuellen Schulsituationen – in ständigem Austausch mit den Schulreferaten der ELKB, dem Kultusministerium und den katholischen Partnern.
  • Für den Unterricht gelten Hygiene-KMS und Rahmenhygieneplan (s.a. nähere Bestimmungen im Intranet).
  • Bei sich verschlechternder Infektionslage: lokale Maßnahmen durch Schulaufsicht und Gesundheitsämter
  • Die Bildung von klassen- und jahrgangsgemischten Gruppen ist möglich. Kommen Schüler*innen verschiedener Jahrgangsstufe zusammen, ist auf eine „blockweise“ Sitzordnung der Teilgruppen im Klassenzimmer zu achten.
  • Bei jahrgangsübergreifenden Gruppen gilt wie bisher der Mindestabstand von 1,5 Metern.
  • Die Nutzung von Fachräumen ist möglich.
  • Schulgottesdienste

Lehrkräfte aus Risikogruppen: Eine ärztliche Bescheinigung, wonach der Einsatz im Präsenzunterricht u. ggf. Notbetreuung nicht vertretbar ist, gilt längstens 3 Monate, danach ist eine ärztliche Neubewertung erforderlich. Für alle schwangeren Beschäftigten (Beamtinnen und Arbeitnehmerinnen) und Schülerinnen gilt derzeit bis auf Weiteres ein betriebliches Beschäftigungsverbot für eine Präsenz-Tätigkeit in der Schule.

Für die vom Präsenzunterricht freigestellten Lehrkräfte kommen ggf. Teamlehrkräfte zum Einsatz. Zu differenzieren ist, ob eine staatlicherseits angestellte Teamlehrkraft ggf. mit Duldung zum Einsatz kommt oder ob eine pädagogische Unterrichtshilfe ebenfalls ggf. mit Duldung von der ELKB angestellt wird. Letzteres ist der Sonderfall, der in der Regel dann eintritt, wenn kirchliches Personal vertreten werden muss und hierfür „Bestandspersonal“ nicht zur Verfügung steht. Das arbeitsrechtliche Vorgehen dafür ist geregelt.

Bei Erkrankung der Lehrkraft: Das Vorgehen ist geregelt im staatlichen Rahmen-Hygieneplan (Intranet).

Wir danken unseren Religionslehrkräften, staatlichen wie kirchlichen, in allen Berufsgruppen, für großen Ideenreichtum, den großen Einsatz in den letzten Monaten, Geduld, Leidenschaft für den Religionsunterricht und die Bereitschaft, auf ständig wechselnde Rahmenbe-dingungen flexibel zu reagieren wie auch den Schulreferenten/innen der ELKB für ihr hohes Engagement und die große Besonnenheit in der Krise.

Mehr zum Thema

Gremiensitzungen, Konferenzen und Dienstbesprechungen

Videokonferenzen und Umlaufbeschlüsse haben sich vielfach bewährt und sollen weiterhin als gute Arbeitsweisen genutzt werden. Präsenzsitzungen, auch mit Ehrenamtlichen, sind wieder möglich. Es gilt auf angemessene Kürze zu achten. Präsenzsitzungen (KV, DA) sind nicht öffentlich. Genaueres, auch zu den von der Synode beschlossenen Möglichkeiten für digitale Sitzungen ist im Intranet zu finden. Vereinssitzungen mit bis 100 Personen sind möglich.

Regelmäßige und besondere einmalige Veranstaltungen jenseits von Gottesdiensten

Nichtöffentliche Veranstaltungen mit einem geschlossenen Personenkreis, z.B. private Feiern von Hochzeiten, Beerdigungen, Konfirmationen, Geburtstagsfeiern und Schulabschlussfeiern, sind möglich: Die Grundregel ist, dass max. 100 Personen in Räumen, max. 200 Personen im Freien teilnehmen dürfen. Voraussetzung hierfür ist, neben dem Vorliegen eines Hygienekonzeptes, dass sie auf klar umgrenzte und bekannte Teilnehmende ausgerichtet sind.

Vom Gesundheitsministerium wurde eine Checkliste bereitgestellt.

Soweit es sich um regelmäßige Veranstaltung mit einem feststehenden, begrenzten Personenkreis handelt (keine Angebote für ein beliebiges Publikum), sind im Rahmen von § 5 Abs. 2 der 7. BayIfSMV Veranstaltungen mit grundsätzlich bis zu 50 Personen in Räumen bzw. bis zu 100 Personen im Freien möglich. Voraussetzung für eine entsprechende Zusammenkunft im geschlossenen Raum ist eine Raumgröße, die das Abstand halten ermöglicht und ausreichende Belüftungsmöglichkeiten sowie das Vorliegen eines Schutz- und Hygienekonzeptes.

Wird bei der sogenannten 7-Tages-Inzidenz der Grenzwert von 35 überschritten, besteht bei kulturellen Veranstaltungen Maskenpflicht auch am Platz (§ 25a der 7. BayIfSMV).

§ 2 Abs. 1 der 7. BaylfSMV ist als „Auffang-Paragraph“ zu verstehen, an dem sich alles ausrichtet, was nicht spezieller geregelt ist (speziellere Regelungen gibt es für Gottesdienste, § 6, für Veranstaltungen der beruflichen Aus- und Fortbildung, der Erwachsenenbildung sowie der Konfi- und Jugendarbeit, § 17). Offenere Veranstaltungen mit unbestimmten, beliebigem Teilnehmendenkreis sind daher gemäß § 2 Abs. 1 auf max. 10 Personen begrenzt.

Grundsätzlich gilt weiterhin die Empfehlung, alle Gruppen möglichst klein und konstant zu halten.

Hilfreich sind die Hinweise der Arbeitsgemeinschaft für Evangelischen Erwachsenenbildung. Unter anderem für Träger der Erwachsenenbildung hat das Kultusministerium ein Rahmenkonzept erstellt, dessen Inhalte auch gut auf unterschiedliche Zielgruppen innerhalb der ELKB übertragbar sind. Beratung erfolgt bei Bedarf durch die zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie durch die zuständigen Referent*innen im Amt für Gemeindedienst.

Wird bei einmaligen oder regelmäßigen Veranstaltungen ein Getränk oder ein kleiner Imbiss gereicht, ist darauf zu achten, dass jeder nur die Speisen und Getränke und Gefäße berührt, die er selbst nimmt, und die Abstände zwischen den Personen stets eingehalten werden. Sollte Kaffee und Kuchen bei Seniorentreffs gereicht werden, so ist das Hygienekonzept zuvor mit den örtlichen Gesundheitsbehörden abzustimmen.

Jugendarbeit

Die ELKB schließt sich den Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings an, die stets aktualisiert werden,, inzwischen auch in Form von FAQs zu häufigen Fragestellungen Hygiene- und Schutzkonzepte für die die Jugendarbeit werden vom KV im Benehmen mit dem Jugendausschuss bzw. im Dekanatsausschuss im Benehmen mit der Dekanatsjugendkammer beschlossen. Beratung möglich bei Diakonin Ilona Schuhmacher, Referentin für Grundsatzfragen der evangelischen Jugend in Bayern im Amt für Jugendarbeit (schuhmacher@ejb.de).

Ausführliche Hinweise zur Jugendarbeit und Jugendfreizeiten geben das Dekanatsrundschreiben vom 29.5. und FAQs zum Storno- und Reiserecht vom 3.6. im Intranet.

Konfi-Arbeit

Das „Muster: Hygiene- und Schutzkonzept für die Konfirmandenarbeit“ (vom 02.07.2020) ist für alle Formen der Konfi-Arbeit anwendbar (Intranet).

Nach wie vor orientiert sich die Konfi-Arbeit an den Rahmenbedingungen, die der Bayerische Jugendring (BJR) für die Jugendarbeit formuliert. Diese und weitere FAQ (u.a. auch zu Freizeiten und zur Mitnahme in PKWs / Kleinbussen) werden stets aktualisiert.

Die Gruppengröße orientiert sich an den räumlichen Gegebenheiten und ist so zu wählen, dass das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Es ist weiterhin empfehlenswert, die Gruppen klein und konstant zu halten.

Bei geplanten Freizeitmaßnahmen ist das Hygiene- und Schutzkonzept sowie das Bestuhlungskonzept des jeweiligen Übernachtungshauses einzuholen und in das eigene Konzept mit einzubeziehen, was bei Häusern mit Verpflegung derzeit weniger aufwendig ist als in Selbstversorgerhäusern.

Derzeit können Konfirmationen auch in Regionen mit erhöhter 7-Tage-Inzidenz gefeiert werden. Die Entscheidung zu den anschließenden privaten Feierlichkeiten (ob, mit wem und in welcher Form) liegt bei den einzelnen Familien. Familien, die dazu Beratung suchen, können an das Gesundheitsamt verwiesen werden.

Ansprechpartner in der Fach- und Servicestelle für Konfi-Arbeit: Diakon Tobias Bernhard, Tobias.Bernhard@elkb.de, Tel. 0911/4304-258

Private Auslandsreisen

Die ELKB übernimmt für ihre Pfarrer/Pfarrerinnen und Kirchenbeamten/Kirchenbeamtinnen wie das Kultusministerium die Regelungen des Schreiben des Finanzministeriums zu privaten Auslandsreisen in Corona-Krisengebiete:

Im eigenen Interesse ist es für Beschäftigte des Freistaats Bayern nicht sinnvoll, ins Ausland zu reisen, wenn aufgrund der Verordnung über Quarantänemaßnahmen für Einreisende zur Bekämpfung des Coronavirus (Einreise-Quarantäneverordnung – EQV) nach Rückkehr eine Quarantäne notwendig wäre und die Quarantäne nicht in die bereits genehmigte Urlaubszeit fallen würde.

Wird gleichwohl während der Geltungsdauer der EQV mit Quarantäne-Anordnung eine Reise angetreten, obwohl im Zeitpunkt des Reiseantritts nach der EQV im Anschluss eine Quarantäne notwendig werden wird, ist das grundsätzlich als unangemessenes Handeln anzusehen. Eine Freistellung vom Dienst kann dann nicht mehr gewährt werden. Die Möglichkeit zur Telearbeit bleibt aber nach den jeweiligen behördlichen Regelungen unverändert bestehen.

Gibt es keine (vollständige) Möglichkeit zur Telearbeit, muss der Beamte bzw. die Beamtin allerdings im eigenen Interesse für die (verbleibende) Dauer der Quarantäne Erholungsurlaub nehmen oder, falls das nicht möglich ist, Sonderurlaub unter Wegfall der Leistungen des Dienstherrn mit Ausnahme der Beihilfe beantragen […].

Analog wird diese Regelung auf den Bereich der privatrechtlich Beschäftigten übertragen.

Rückfragen

Gerne stehen für Rückfragen Ihr Regionalbischof bzw. Ihre Regionalbischöfin bereit. Falls Antworten nicht direkt möglich sind, werden Rückfragen auch die zuständige Fachabteilung weitergeleitet. Bitte Dekan bzw. Dekanin in jedem Fall in cc setzen.


19.10.2020 / ELKB