Wochenimpuls des ev. Beratungszentrums

In die Rolle des Anderen schlüpfen

Zwei Daumen - einer zeigt nach oben, einer nach unten.

Polarisierungen sind bei längerer Zeit intensiver Nähe etwas ganz Natürliches. Es gibt gute Möglichkeiten, konstruktiv damit umzugehen.

Bild: pixabay/Gerd Altmann

Wenn zwei Menschen längere Zeit so intensiv miteinander verbringen wie aktuell viele Paare, werden die Positionen zu einem Thema höchstwahrscheinlich untereinander aufgeteilt, erklärt der wöchentliche Impuls aus dem ebz.

Wenn ein Partner z.B. eher ängstlich ist, übernimmt der andere den mutigen Part. Hält die eine das Geld eher zusammen, gibt die andere mehr Geld aus. Solche Mechanismen sind natürlich.

Unsere Tipps:

  1. Fixieren Sie sich nicht auf einen Pol, sondern betrachten Sie die Dynamik als Ganze. Wie hängen Ihre beiden Positionen zusammen?
  2. Vielleicht können Sie auch einmal versuchen, probeweise in die typische Rolle des anderen zu schlüpfen? Wie geht es Ihnen damit? Was verändert sich an der Situation?
  3. Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin darüber aus, wie es Ihnen in der jeweils anderen Rolle geht.

Impulsfragen:

  • Was ist dran an der Position meines Partners/meiner Partnerin? Welche Aspekte kann ich gut verstehen? Welche weniger?
  • Welche Motive/Bedürfnisse/Ängste etc. haben mich zu meiner Position gebracht? Habe ich schon ausreichend versucht, sie dem anderen zu erklären?

Wir wünschen Ihnen gute Gespräche und interessante Erfahrungen!

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Cover des Buches Evangelischges Beratungszentrum (ebz)

20.05.2020 / Evangelisches Beratungszentrum (ebz)