Mein Sonntag

Den Sonntag Jubilate feiern

Jubilate

Der Name des Sonntags leitet sich her aus Psalm 66, Vers 1: "Jubilate deo omnis terra", das heißt übersetzt "Jauchzet Gott, alle Lande“.

Bild: ELKB

Der Sonntag „Jubilate“ ist der Sonntag der Neuschöpfung. Gottesdienste in Rundfunk und im Stream erinnern an diesem 3. Mai an die erste Schöpfungsgeschichte und machen Hoffnung auf neues Leben.

Die Sonntage nach Ostern haben ihre ganz eigene Prägung und ihren eigenen Charakter. Der Name des kommenden Sonntags „Jubilate“ leitet sich aus dem Beginn des Introituspsalms des Sonntags her, das ist diesmal "Jauchzet Gott, alle Lande!“ (Psalm 66, 1).  Schöpfung und neues Leben sind Themen des Sonntags Jubilate. Er erzählt von der guten Schöpfung am Anfang, von dem von dem schöpferischen Spiel der Weisheit vor Gott, aber auch von der Vorläufigkeit der Schöpfung und macht Hoffnung auf den verheißenen neuen Himmel und die neue Erde.

Mehr zum Thema

Auf der Seite kirchenjahr-evangelisch.de finden Sie neben den Besonderheiten des Sonntags und allen Texten und Wochenliedern für den Gottesdienst, auch eine kleine Liturgie, mit der sie beim Glockenläuten still werden und sich auf diesen Sonntag einstimmen können. Für die gemeinsame Feier in der Familie bietet neben der neuen Liturgie von kirchenjahr-evangelisch.de auch das Gottesdienstinstitut für jeden Sonntag einen Lesegottesdienst und eine Kurzandacht an, die Sie in Kürze hier finden können.

Am kommenden Sonntag, 3. Mai, lädt die Evangelische Jugend Oldenburgs zusammen mit "Kirche mit Kindern" ab 10 Uhr zu einem digitalen Kindergottesdienst ein. Das Thema ist „Du deckst mit mir einen Tisch“. Der Kindergottesdienst wird auf dem Youtube-Kanal "Kirche mit Kindern digital" veröffentlicht.

Im Internet und auf Facebook finden sich die ganze Woche über zahlreiche schöne Abend- und Morgengebete und Impulse, die auch am Sonntag weitergeführt werden. Hier lohnt es sich, den Youtubekanal bayernevangelisch sowie von evangelischen Kirchen in Bayern (St. Lorenz  in Nürnberg, Erlöserkirche München, St. Lukas, München) und die Webseiten der Kirchengemeinden (beispielsweise St. Sebald, Nürnberg, St. Matthäus Augsburg) zu besuchen. Angebote aus anderen Städten und Regionen Deutschlands finden Sie in der Sammlung "Kirche von Zuhause" der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD).
Gottesdienste in Rundfunk und im Internet

Wie an jedem anderen Sonntag auch gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, an Online-Gottesdiensten teilzunehmen. In zahlreichen Gemeinden zeichnen Pfarrerinnen und Pfarrer im Vorfeld Gottesdienste für ihre Gemeinde auf. Schauen Sie doch einmal auf die Homepage ihrer Kirchengemeinden. Immer eine gute Wahl sind die "Gottesdienste frei Haus" in Rundfunk und Fernsehen. Am kommenden Sonntag können Sie folgende Gottesdienste in Funk und Fernsehen auf dem Sofa mitverfolgen:
 

ZDF-Gottesdienst aus Ingelheim mit Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

ZDF, 3. Mai 2020, 9.30 – 10.15 Uhr
Was wir jetzt brauchen
In diesen Tagen wird klar, dass die Auseinandersetzung mit der Corona-Krise nicht so bald beendet sein wird. Zugleich ringt die Gesellschaft um einen verantwortlichen Umgang mit der Pandemie und ihren wirtschaftlichen und sozialen Folgen. Im nun schon vierten Gottesdienst aus der Evangelischen Saalkirche Ingelheim trifft die österliche Freudenbotschaft auf die gegenwärtige angespannte Situation, die niemand so leicht auflösen kann. Woraus erwachsen die Kräfte, die jetzt gebraucht werden? Und was ist jetzt nötig, um miteinander gut durch diese Zeit zu kommen? Die Predigt hält der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Evangelische Morgenfeier auf Bayern 1

Sonntag, 3.Mai 2020, 10:35 bis 11:00 Uhr auf Bayern 1
Evangelische Morgenfeier - diesmal mit Pfarrer Peter Aschoff aus Nürnberg.
Die Sendung ist im Anschluss auch als Podcast verfügbar.

Evangelische Perspektiven – 8.30 bis 9 Uhr auf Bayern 2

Schuldbekenntnis und sonst? - Entnazifizierung in der evangelischen Kirche. Von Irene Esmann

Mai 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, Deutschland befreit, Hitler besiegt. Auch die nationalsozialistische Ideologie? Die Kirchen sind auch damals Spiegel der Gesellschaft: zu ihnen zählen Nationalsozialisten, Mitläufer, Gleichgültige, Widerstandskämpfer. Umso schwerer die Aufarbeitung der Rolle der Kirche während des Nationalsozialismus. Denn die Mehrheit der Deutschen fühlte sich nach Kriegsende als "Opfer". Eine Stimmung, die in den Kirchen aufgegriffen wurde: Nur wenig kommt kurz nach Kriegsende von den Kriegsverbrechen und Konzentrationslagern zur Sprache. Auch die Stuttgarter Schulderklärung vom 19. Oktober 1945 erläuterte die Verstrickung der evangelischen Kirche in den NS-Staat nur ansatzweise und wird zudem innerhalb der deutschen Protestanten vielfach kritisiert. Zuvor - im September 1945 - hatte sich die evangelische Kirche neu konstituiert: Als Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). In den Evangelischen Perspektiven untersucht Irene Esmann, welche Versuche und Widerstände es gab, die Kirche zu entnazifizieren, welche regionalen Besonderheiten es gab und wie abhängig Aufarbeitung von engagierten Einzelpersonen war. (Im Anschluss als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar)


29.04.2020 / ELKB