Mein Sonntag

Den Sonntag Quasimodogeniti feiern

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"Quasi modo geniti infantes" - „wie die neugeborenen Kindlein“ (1 Petr 2,2a), so lautet der Introitus am ersten Sonntag nach Ostern.

Bild: ELKB

Es ist Corona-Zeit, gemeinschaftliche Veranstaltungen und auch Gottesdienste sind noch nicht erlaubt. Wir bieten Tipps, wie auch der kommende Sonntag Quasimodogeniti zu einen besonderen Tag wird.

Die Sonntage nach Ostern haben ihre ganz eigene Prägung und ihren eigenen Charakter - und auch ungewohnte lateinische Namen. Die lateinischen Namen leiten sich aus dem Beginn des Introitus des jeweiligen Sonntags her: "Quasi modo geniti infantes" - „wie die neugeborenen Kindlein“ (1 Petr 2,2a), so lautet der Introitus am ersten Sonntag nach Ostern.  Dieser Sonntag Quasimodogeniti erzählt davon, wie Jesus den Zweiflern und Skeptikern entgegenkam, sich anfassen ließ und gemeinsam mit ihnen aß. So konnten sie später auch glauben, was sie nicht sahen: die unsichtbare Gemeinschaft mit Christus.

Mehr zum Thema

Auf der Seite kirchenjahr-evangelisch.de finden Sie neben den Besonderheiten des Sonntags und allen Texten und Wochenliedern für den Gottesdienst, auch eine kleine Liturgie, mit der sie beim Glockenläuten still werden und sich auf den Sonntag einstimmen können. Für die gemeinsame Feier in der Familie bietet neben der neuen Liturgie von kirchenjahr-evangelisch.de auch das Gottesdienstinstitut für jeden Sonntag einen Lesegottesdienst und eine Kurzandacht an, die Sie hier finden können.

Am kommenden Sonntag, 19. April, lädt der Rheinische Verband für Kindergottesdienst zusammen mit  "Kirche mit Kindern" ab 10 Uhr zu einem digitalen Kindergottesdienst auf dem Youtube-Kanal "Kirche mit Kindern digital" ein.

Im Internet und auf Facebook finden sich die ganze Woche über zahlreiche schöne Abend- und Morgengebete und Impulse, die auch am Sonntag weitergeführt werden. Hier lohnt es sich, den Youtubekanal bayernevangelisch sowie von evangelischen Kirchen in Bayern (St. Lorenz  in Nürnberg, Erlöserkirche München, St. Lukas, München) und die Webseiten der Kirchengemeinden (beispielsweise St. Sebald, Nürnberg, St. Matthäus Augsburg) zu besuchen. Angebote aus anderen Städten und Regionen Deutschlands finden Sie in der Sammlung "Kirche von Zuhause" der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD).

Gottesdienste in Rundfunk und im Internet

Wie an jedem anderen Sonntag auch gibt es eine Fülle von Möglichkeiten, an Gottesdiensten teilzunehmen. In zahlreichen Gemeinden zeichnen Pfarrerinnen und Pfarrer im Vorfeld Gottesdienste für ihre Gemeinde auf. Schauen Sie doch einmal auf die Homepage ihrer Kirchengemeinden. Immer eine gute Wahl sind die "Gottesdienste frei Haus" in Rundfunk und Fernsehen. Am kommenden Sonntag können Sie folgende Gottesdienste in Funk und Fernsehen auf dem Sofa mitverfolgen:

Gottesdienst im Bayerischen Fernsehen

Sonntag, 19. April 2020, 10:15 bis 11:00 Uhr im BR Fernsehen

Evangelischer Gottesdienst Aus der Kirche St. Nicolai in Lemgo
"Neue Kraft für die Müden" – unter diesem Motto steht die Predigt von Superintendent Dr. Andreas Lange. Denn es gibt Zeiten, die fordern die gesamte Gesellschaft: Krisen, Ausnahmesituationen wie die jetzige. Was uns hilft, sind praktische und finanzielle Unterstützung, Medikamente, Impfstoffe und – der Glaube. Ein Glaube, der ermuntert, nach vorne zu schauen, vorwärts zu gehen und hinter uns zu lassen, was uns belastet.
Der Gottesdienst in der Kirche St. Nicolai in Lemgo ist von den Worten des Propheten Jesaja inspiriert: "Alle, die ihre Hoffnung auf Gott setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft."

Evangelische Morgenfeier auf Bayern 1

Sonntag, 19.April 2020, 10:35 bis 11:00 Uhr auf Bayern 1
Evangelische Morgenfeier diesmal mit Pfarrerin Sandra Zeidler aus Nürnberg
Die Sendung ist auch als Podcast verfügbar

Weitere evangelische Sendungen und Streams

Evangelische Perspektiven auf Bayern2

Sonntag, 19. April 2020, 08:30 bis 09:00 Uhr auf BAYERN 2
Bayerns erste Christen
Auf den Spuren des frühen Christentums in Augsburg
Von Barbara Weiß

Augsburg (Augusta) war die Hauptstadt der römischen Provinz Rätien. "Wandere nach Augusta, wo Wertach und Lech sich ergießen. Dort verehre die Gebeine der heiligen Blutzeugin Afra", schreibt Venantius Fortunatus, der Bischof von Poitiers im 6. Jahrhundert. Diese Quelle ist das einzige schriftliche Zeugnis, das einen Hinweis auf spätantikes Christentum in Bayern gibt. Außerdem gibt es Mythen und Legenden, die vom Ursprung des christlichen Glaubens in den spätantiken Zentren Rätiens berichten. Beweise dafür, dass es schon im 4. Jahrhundert Christen zumindest im heutigen Augsburg und Regensburg gab, liefert aber die Archäologie. In Regensburg gibt es einen christlichen Grabstein aus dem 4. Jahrhundert, der lange als das älteste Indiz galt. Im Jahr 2000 wurde in Augsburg eine Glasschale gefunden, auf der der Sündenfall abgebildet ist und die noch früher als der Grabstein datiert wird. Der Augsburger Stadtarchäologe Sebastian Gairhos vermutet viele weitere Zeugnisse für das frühe Christentum im Untergrund von Augsburg. Barbara Weiß hat mit ihm einen archäologischen Stadtspaziergang durch Augsburg gemacht.

Am Sonntagmorgen – Deutschlandfunk

8.35 - 8.50 Uhr im Deutschlandfunk
Religiöses Wort. Lieder vom Leben. Mit Ostern im Ausnahmezustand
Von Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit, Evangelische Kirche


16.04.2020 / ELKB